19.11.2010

Herbstsitzung 2010 in Antwerpen

Vom 17. bis 18.11.2010 fand die Herbstsitzung des Referates 10 bei der Berufsfeuerwehr Antwerpen (Belgien) statt. Wesentliche Arbeitspunkte waren auf der Sitzung die Kontrolle der Richtlinien und Merkblätter des Referates auf Aktualisiserungsbedarf.

Bei den in der Anlage 1 der Richtlinie 10/01 aufgeführten Stoffen haben sich für 3 Stoffe Änderungen der Einsatz- toleranzwerte ergeben: Fluor änderte sich von 2 auf 2,3 ppm, Kohlenstoffdisulfid (Schwefelkohlenstoff) ist von
10 auf 100 ppm gestiegen und Schwefldioxid sank von 1 auf 0,75 ppm. Die Werte wurden den für diese Stoffe
jetzt gültigen finalen AEGL-2 (4h)-Werten angepasst.

Die Richtlinie 10/02 zu Feuerwehreinsätzen mit Bio-Stoffen wurde erneut geprüft, ob Änderungen durch die neue Biozidverordnung bzw. durch neue TRBA notwendig sind. Nach Ansicht des Referates ist dies akut nicht notwendig.
Für die anderen Richtlinien wird derzeit ebenfalls kein Aktualisierungsbedarf gesehen.

Kleine Änderungen bei den Hinweisen zur Kennzeichnung und Ergänzungen im Hinblick auf international verwendete Begasungsmittel ergaben sich für das Merkblatt "Begaste Container". Dieses Thema behält insbesondere im Hinblick
auf Transportunfälle seine Bedeutung. Ebenfalls überarbeitet wird derzeit das Merkblatt zum Thema "Tierseuchen" und
an einem Merkblatt zu "Gashochdruckleitungen" wird seit einiger Zeit gearbeitet.

Daneben wird an mehreren neuen Merkblättern als Ergänzung zur Richtlinie 10/05 "Gefahrstoff-nachweis im Feuerwehr- einsatz" gearbeitet. Diese Merkblätter sollen Hilfen zur praktischen Umsetzung der Richtlinie geben: Umgang mit dem Umweltinformationsgesetz, Qualität der Aus- und Fortbildung sowie Erweiterte Ausbildung der Feuerwehr im A-Einsatz. Sobald dazu geeignete Entwürfe zur Verfügung stehen, werden wir diese veröffentlichen.

Auf der Referatssitzung in Antwerpen wurde auch die anstehende Aktualisierung der FwDV 500 diskutiert. Eine Projekt- gruppe des AFKzV hat dazu eine Überprüfung in Auftrag gegeben. Anlass ist unter anderem die Berücksichtigung
der neuen GHS-Kennzeichnung.