08.03.2013

Frühjahrssitzung 2013 in Geretsried

Auf Einladung der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried wurde am 06.+07.03.2013 dort die Frühjahrssitzung des Referates durchgeführt.

Entsprechend der Festlegungen in der Richtlinie 10/01 wird die Anlage 1 zur Richtlinie (ETW-Liste) regeklmäßig auf Änderungen geprüft. Zur Frühjahrssitzung haben sich für 3 Stoffe (Chlorbenzol, Chloroform und Vinylchlorid) Änderungen an den als Basis dienenden AEGL-Werten ergeben, die in der ETW-Liste angepasst wurden. Zusätzlich wurden im Sommer 2013 für Salpetersäure und Hexan die AEGL-Werte geändert und auch diese sind als Änderung in die ETW-Liste eingeflossen. Neben den laufenden Prüfungen und Überarbeitungen der Richtlinienwurde insbesondere eine grundlegende Überarbeitung der Richtlinie 10/05 zum Thema Messtechnik für Feuerwehren angegangen. In einem ersten Schritt sollen die Erfahrungen aus dem Kreis der Feuerwehren (insbesondere Freiwillige Feuerwehren und ABC-Züge etc.) erfragt werden. Über Rückmeldungen (z.B. über das Kontaktfeld oder die Vorsitzende des Referates) zur Lesbarkeit, Verständlichkeit und zur Praxistauglichkeit würden wir uns freuen. Im Zuge der Überarbeitung wird dann acuh das geplante Merkblatt zur Ausbildung von ABC-Fachberatern erarbeitet.

Im Rahmen der Merkblattüberarbeitung wurde unter anderem über neue Erkenntnisse aus England zu Kühlzeiten bei Einsätzen mit Acetylenflaschen und über das Merkblatt Gashochdruckleitungen gesprochen und die weiteren Schritte festgelegt. Die verschiedenen Mitglieder berichteten daneben über die aktuelle Arbeit in verscheidenen Gremien und Ausschüssen wie dem AGGB, dem AK Notfallmanagement, dem CTIF und dem AK Telematik, insbesondere zu allen Themen mit Bezug auf Gefahrstoffeinsätze inkl. Gefahrstoffinformation und -kennzeichnung. Aus einem entsprechenden Arbeitskreis NRW zur aktuellen Diskussion rund um CO-Messgeräte für den Rettungsdienst wurde berichtet. Insbesondere die Festlegung von Alarmgrenzen für den Rettungsdienst wurde besprochen. Der ETW-Wert für Feuerwehren richtet sich auf Einsatzdauern bis zu 4h aus, für kürzere Zeiträume können nach Meinung des Referates auch höhere Grenzen akzeptabel sein. Letztendlich hängt die Bewertung von der Gefahrenanalyse ab. Weiterhin in der Diskussion ist außerdem das geplante neue Kühlmittel für Autoklimaanlagen und die damit verbundene unterschiedlichen Risikoeinschätzung.